Aktuelles, 17.Oktober

Ein liebes Hallo zusammen,

oben seht ihr Bella, die blinde Bella … sie ist vor 10 Tagen auf ihrer Pflegestelle in Deutschland angekommen.
…und manchmal ist das ‚echte Leben‘ aktueller als Aktuelles 😉: gestern Nachmittag haben wir erfahren, dass Bella ernsthafte Interessenten hat 🥳

Sie ist nicht blind auf die Welt gekommen sondern hat ihr Sehvermögen aufgrund einer Augenerkrankung verloren. Da der Augeninnendruck stark erhöht war, mussten ihr beide Augen entfernt werden – so kann sie schmerzfrei leben.
Ihre Pflegemutter schreibt ganz begeistert über sie : “sie ist so knuffig“ 😍. Auch im Büro war Bella schon mit dabei: “Niemand hat Hemmungen, sie zu streicheln, die Augen-OP ist so gut verheilt. Sie kann sogar die Augenbrauen heben, wenn man sie anspricht. Manche merken nicht mal, dass sie keine Augen mehr hat.“
Draußen, im Garten und im täglichen Alltag : „Unsere Umgebung wird täglich abgescannt und ausgeweitet. Wenn wir neues Gebiet erkunden, läuft sie erst ziemlich langsam, dann wird sie neugierig und fängt an hin- und her zu gehen um zu ‚sehen‘, wie breit der Weg ist.
Sie hört sehr gut auf ‚Vorsicht‘, geht einen Schritt näher zu mir und umrundet so Hindernisse.
Rechts und links klappt manchmal. Rauf und runter versteht sie schon gut.
Ich tippe mit dem Fingernagel an die Futter- oder Wasserschüssel da kann sie sich gut orientieren. Klopfe auf das Hundebett oder das Auto , da weiß sie gleich wohin es geht 👍.
Wenn ich ihr ein Leckerle, Kaustange oder Tablette im Käse gebe, sag ich Guzzi. Das hatte sie am schnellsten verstanden 😋🤣.
Sie ist eine ganz tolle gutmütige liebe nette große Maus.“

Am kommenden Wochenende (24.10.) erwarten wir Keno und Lucky. Sie kommen aus Bosnien und gehen beide auf Pflegestellen in Stuttgart.

Keno (wird inzwischen schon mehr Fell haben)

…und Lucky

Vier Sorgenkinder, viele Herausforderungen – und die Hoffnung, helfen zu können.

So schön es ist, von glücklichen Vermittlungen, neuen Anfängen und kleinen Fortschritten zu berichten, gibt es leider auch die andere Seite unserer Tierschutzarbeit. Eine Seite, die uns manchmal und vor allem aktuell schlaflose Nächte bereitet. Denn hinter jedem Hund, den wir aufnehmen, steht ein Versprechen: Wir möchten ihm helfen, ihm Sicherheit geben und alles dafür tun, dass er eine Chance auf ein gutes Leben bekommt. Doch derzeit kommt einfach alles auf einmal. Aktuell sind es gleich vier Hunde, die uns besonders große Sorgen bereiten. Vier unterschiedliche Schicksale, vier Hunde, die medizinische Hilfe benötigen. Und vier Hunde, für die wir Verantwortung tragen. Was uns dabei zunehmend belastet, sind nicht nur die gesundheitlichen Sorgen um unsere Schützlinge, sondern auch die finanziellen Herausforderungen.

Alles wird teurer. Tierarztbehandlungen, Operationen, Medikamente, Spezialfutter, Unterbringung und Transporte. Was früher schon viel Geld gekostet hat, stellt uns heute vor immer größere Herausforderungen. Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der seine Arbeit überwiegend durch Spenden finanziert. Hinter uns steht kein großes finanzielles Polster, aus dem wir unbegrenzt schöpfen können. Und so sehr wir uns auch bemühen, alles möglich zu machen: Unsere Mittel sind begrenzt. Der Gedanke, irgendwann vor einem Hund zu stehen, der dringend Hilfe braucht, und sagen zu müssen, dass wir uns diese Hilfe nicht mehr leisten können, macht uns aktuell große Angst. Denn wie sollen wir entscheiden, welchem Hund wir noch helfen können und welchem vielleicht nicht mehr? Noch möchten und müssen wir solche Entscheidungen nicht allein aus finanziellen Gründen treffen. Aber die aktuelle Entwicklung bereitet uns ernsthafte Sorgen. Deshalb möchten wir euch heute vier unserer Sorgenkinder vorstellen und offen zeigen, was gerade auf uns zukommt.

Bella – ein neues Leben und noch eine medizinische Hürde

Auch unsere Bella, die Sabine euch zu Beginn dieses Beitrags vorgestellt hat, gehört inzwischen zu unseren Sorgenkindern. Bei einer Untersuchung wurde festgestellt, dass sie – genau wie Lusy – nicht vollständig kastriert wurde. Deshalb muss sie in einigen Wochen erneut operiert werden. Die voraussichtlichen Kosten liegen bei rund 1.000 Euro. Bella hat schon so viel durchgemacht und zeigt uns jeden Tag, wie viel Lebensfreude trotz allem in ihr steckt. Wir hätten ihr so sehr gewünscht, dass sie nach dem Verlust ihrer Augen und all den Veränderungen nun erst einmal einfach ankommen und ihr neues Leben genießen darf.

Milas – kaum angekommen, schon steht eine Operation bevor

Milas ist eine etwa zwei- bis dreijährige Samojedenhündin, die erst vor wenigen Wochen in Deutschland angekommen ist. Eigentlich sollte für sie nun ein unbeschwerter neuer Lebensabschnitt beginnen. Doch ihrer Pflegefamilie fiel auf, dass etwas mit ihrem Harnverhalten nicht stimmte. Die tierärztlichen Untersuchungen brachten die Ursache ans Licht: Ein etwa 3,5 × 2 cm großer Blasenstein, der dringend entfernt werden muss. Auch die Urinuntersuchung zeigte Blut und erhöhte Entzündungswerte. Die Operation war für den 16. Oktober geplant. Die voraussichtlichen Kosten liegen bei 2.000 bis 2.500 Euro. Update vom 16.10.: Leider konnte die Operation nicht durchgeführt werden. Das Blutbild zeigte, dass Milas viel zu wenige Blutplättchen (Thrombozyten) hat. Die Ursache muss nun zunächst abgeklärt werden, bevor operiert werden kann. Allein die heutigen Untersuchungen haben weitere 517 Euro gekostet. Milas lebt seit etwa drei Wochen bei ihrer Pflegefamilie, die sie inzwischen so sehr ins Herz geschlossen hat, dass sie sie gerne dauerhaft adoptieren möchte. Die Familie beteiligt sich bereits sehr großzügig an den Tierarztkosten und hat sich bereit erklärt, 50 % der Operationskosten zu übernehmen. Auch die bisherigen Untersuchungskosten von rund 700 Euro haben wir uns geteilt. Für unseren Verein bedeutet das nach bisheriger Planung etwa 1.350 bis 1.600 Euro, zuzüglich der weiteren Kosten, die durch die neuen Untersuchungsergebnisse entstehen können. Gerade erst hat Milas Menschen gefunden, bei denen sie sich wohlfühlen und hoffentlich für immer bleiben darf. Statt unbeschwerter gemeinsamer Wochen bestimmen nun Tierarztbesuche, Sorgen und die Ungewissheit über ihre Gesundheit den Alltag. Wir sind ihrer Pflegefamilie unglaublich dankbar, dass sie Milas so liebevoll aufgenommen hat und sich trotz dieser unerwarteten Belastungen so großzügig beteiligt.

Mailo – eine Diagnose, die uns sehr getroffen hat

Mailo, ehemals Jasper, ist ein ca. siebenjähriger Samojedenrüde.

In letzter Zeit zeigte Mailo Auffälligkeiten beim Laufen und reagierte in bestimmten Situationen zunehmend empfindlich. Zunächst war nicht klar, woher seine Beschwerden kamen. Bei einer umfangreichen tierärztlichen Untersuchung wurde schließlich eine erschütternde Diagnose gestellt: In seinem Bauchraum befindet sich ein etwa 8 cm großer Tumor, der stark auf den Darm drückt. Der Tumor verursacht erhebliche Schmerzen. Noch ist unklar, ob er vollständig entfernt werden kann und ob weitere Organe betroffen sind. Für den 19. Oktober ist eine Operation geplant. Erst während des Eingriffs wird sich zeigen, ob eine Entfernung möglich ist und Mailo die Chance auf ein weiteres Leben ohne diese starken Schmerzen bekommt. Wir hoffen von Herzen, dass es für ihn eine gute Perspektive gibt. Gleichzeitig wissen wir, dass wir in seinem Sinne entscheiden müssen, sollte sich während der Operation herausstellen, dass ihm nicht mehr geholfen werden kann. Mailo befindet sich aktuell in der Pension „Hundezentrum Snoopy“ wo man sich liebevoll um ihn kümmert. Aber auch die Pension ist natürlich mit laufenden Kosten verbunden. Die bisherigen Untersuchungen und Behandlungen haben bereits rund 1.000 Euro gekostet. Welche weiteren Kosten durch die Operation entstehen, lässt sich derzeit noch nicht genau abschätzen. Besonders Mailos Schicksal geht uns sehr nahe. Wir wissen nicht, was uns am Montag erwartet, und können nur hoffen, dass die Ärzte ihm helfen können. Dass wir möglicherweise eine Entscheidung treffen müssen, die wir uns für keinen unserer Hunde wünschen, ist für uns alle ein aktueller Ballast. Mailo braucht jetzt vor allem eines: eine Chance. Bitte drückt ihm am Montag alle Daumen und Pfoten!

Lusy – besondere Bedürfnisse und eine weitere Operation

Auch die vierjährige Samojedenhündin Lusy benötigt weiterhin unsere Unterstützung.

Lusy lebt mit mehreren gesundheitlichen Herausforderungen, darunter Leishmaniose. Dabei handelt es sich um eine durch Parasiten verursachte Infektionskrankheit, die unter anderem durch Sandmücken übertragen wird. Sie kann verschiedene Organe betreffen und erfordert je nach Krankheitsverlauf eine langfristige tierärztliche Betreuung und Behandlung. Hinzu kommen wiederkehrende Verdauungsprobleme. Damit es ihr besser geht, erhält Lusy inzwischen ein spezielles Futter mit Pferd und Süßkartoffel. Die Umstellung zeigt bereits positive Wirkung, allerdings ist dieses Futter deutlich teurer als herkömmliches Hundefutter. Nun steht auch noch eine Operation bevor. Obwohl Lusy laut unseren Unterlagen bereits kastriert sein sollte, wurde sie läufig. Eine hormonelle Untersuchung ergab Hinweise darauf, dass die Kastration nicht vollständig durchgeführt wurde. Deshalb ist ein erneuter operativer Eingriff notwendig. Die dafür veranschlagten Kosten liegen bei etwa 1.000 Euro, da auch Lusy aktuell in einer privaten Pflegestelle lebt. Trotz ihrer Erkrankungen entwickelt sich Lusy gut und genießt ihr Leben in ihrer liebevollen Pflegestelle. Sie zeigt uns jeden Tag, warum es sich lohnt, auch für Hunde mit chronischen Erkrankungen da zu sein. Wir möchten ihr diese Lebensqualität unbedingt erhalten. Denn auch ein Hund, der dauerhaft besondere medizinische Betreuung benötigt, verdient die Chance auf ein schönes Leben. Vier Hunde – und bereits mehrere Tausend Euro an Kosten

Allein für Milas, Mailo und Lusy rechnen wir aktuell mit folgenden Belastungen für unseren Verein:

  • Bella: ca. 1000 Euro für die anstehende OP
  • Milas: ca. 1.350 – 1.600 Euro (allein unser Anteil, nur die OP)
  • Mailo: bereits ca. 1.000 Euro, weitere Operationskosten noch offen
  • Lusy: ca. 1.000 Euro für die anstehende Operation, hinzu kommen laufende Kosten für Spezialfutter und medizinische Betreuung

Allein für diese vier Hunde stehen wir aktuell vor Kosten von mindestens rund 4.500 Euro. Und dabei wissen wir noch nicht einmal, welche weiteren Behandlungen notwendig werden und wie hoch die endgültigen Rechnungen ausfallen. Hinzu kommen die laufenden Kosten für unsere anderen Schützlinge. Denn natürlich hört unsere Verantwortung nicht bei diesen vier Hunden auf. Und genau das ist es, was uns im Moment so große Sorgen macht. Wir möchten keinem Hund die notwendige Hilfe verwehren. Wir möchten nicht bei jeder tierärztlichen Untersuchung zuerst an die Rechnung denken müssen. Und wir möchten vor allem nicht irgendwann gezwungen sein, einem Hund eine Chance zu verwehren, nur weil das Geld fehlt. Aber wir müssen auch ehrlich sein. Dieser Gedanke tut weh und beschäftigt uns aktuell. Denn hinter jedem unserer Schützlinge steckt ein Lebewesen, das nichts für seine Situation kann. Ein Hund, der vielleicht schon viel erlebt hat, der krank ist, Schmerzen hat oder einfach nur einen sicheren Platz zum Leben braucht. Für uns sind das keine Fälle und keine Rechnungsnummern. Es sind Bella, Milas, Mailo, Lusy und all die anderen Hunde, für die wir uns einsetzen. Wir wissen, dass auch für viele von euch das Leben teurer geworden ist und dass nicht jeder etwas übrig hat. Umso dankbarer sind wir für jede Unterstützung, die uns erreicht. Jeder Euro hilft! Es fällt uns nicht leicht, um Spenden zu bitten und unsere Leser wissen auch, dass das nicht unsere Art ist. Wir versuchen normalerweise, die Herausforderungen selbst zu bewältigen, Lösungen zu finden und mit den Mitteln auszukommen, die uns zur Verfügung stehen. Doch dieses Mal möchten wir ganz offen sagen: Wir brauchen eure Hilfe. Nicht, weil wir aufgeben möchten. Ganz im Gegenteil. Wir möchten weitermachen. Wir möchten auch dem nächsten Samojeden helfen können, der dringend einen Platz, medizinische Versorgung oder einfach eine zweite Chance braucht. Wir möchten nicht irgendwann sagen müssen: „Wir hätten so gerne geholfen, aber wir konnten nicht mehr.“

Wir sind sehr dankbar für die Menschen, die unsere Arbeit seit vielen Jahren begleiten, für unsere Pflegestellen, Adoptanten, Paten und alle, die unseren Hunden immer wieder zur Seite stehen. Mit einer Spende – egal, wie groß oder klein – unterstützt ihr uns und unsere Sorgenkinder und helft unmittelbar dabei, die medizinische Versorgung unserer Schützlinge sicherzustellen.

Spendenmöglichkeiten:

Samojede-in-Not e.V.
IBAN: DE44591900000108819006
BIC: SABADE5SXXX
Bank 1 Saar eG
Verwendungszweck: Sorgenkinder

PAYPAL: spenden@samojede-in-not.de (Geld an Freunde und Familie senden).
Verwendungszweck: Sorgenkinder

Spendenkonto (Schweiz):
Samojede in Not Schweiz
THURGAUER KANTONAL BANK CH06 0078 4298 0557 6200 1
BIC: KBTGCH22
Verwendungszweck: Sorgenkinder

Helfen und mit etwas Glück ein ganz besonderes Unikat gewinnen!

Als kleines Dankeschön für eure Unterstützung haben wir uns noch etwas Besonderes überlegt. Unsere liebe Margit hat mit ganz viel Herzblut und Liebe zum Detail den Spieleklassiker „Mensch ärgere Dich nicht“ in eine ganz besondere Samojeden-Edition verwandelt:

„Samojede, fang mich nicht!“

Ein echtes Unikat, zu 100 % liebevoll handgemacht und mit ganz viel Samojedenliebe gestaltet! Und dieses besondere Spiel möchten wir unter allen verlosen, die unsere Sorgenkinder mit einer Spende unterstützen.

So seid ihr dabei:

Gebt bei eurer Spende einfach den Verwendungszweck „Sorgenkinder“ an. Damit landet ihr automatisch im Lostopf für unsere einmalige Verlosung. Dabei spielt es keine Rolle, wie groß eure Spende ist – jeder Beitrag hilft unseren Hunden und jede Spende zählt gleichermaßen für die Verlosung. Teilnahmeschluss ist der 31. Oktober 2026. Entscheidend ist der Spendeneingang auf unserem Konto bis einschließlich dieses Datums. Die Auslosung findet in Kalenderwoche 45 (2.–8. November 2026) statt. Der oder die glückliche Gewinner/in wird anschließend persönlich benachrichtigt. Wir danken Margit von Herzen für dieses wundervolle Geschenk. Gemeinsam können wir für Milas, Bella, Mailo und Lusy etwas bewegen. Von Herzen danke an alle, die unsere Arbeit unterstützen, unsere Beiträge teilen oder einfach an unsere Sorgenkinder denken.

Euer Team von Samojede in Not e.V.

i.V. Sabine und Nadine

P:S: Wir werden euch über die weitere Entwicklung von Milas, Bella, Mailo und Lusy auf dem Laufenden halten.

 

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