Der erste Tag mit dem Hund

Gebt ihm am Anfang bitte, bitte Zeit...

Für ihn ist ALLES neu. Das Klima, die Gerüche, die Menschen, die Hunde. Nichts ist ihm vertraut. Dazu hat er oft eine traurige Zeit hinter sich, in der er Angst gehabt hat und Hunger leiden musste, ist vielleicht in einer Auffangstation gelandet, in der Einzelne wenig Zeit für ihn hatten und ihn das Gebell der vielen anderen verunsichert hat. Dann kommt er auf einen Flug oder Transport – Angst!!! „Was ist das, was geschieht mit mir?“

Bitte überfordert ihn nicht. Stürmt nicht mit zu vielen Eindrücken, Menschen, Hunden auf ihn ein, gebt ihm ein paar Tage sich einzugewöhnen und Vertrauen zu fassen. Gebt ihm in den ersten Tage viel Ruhe, bitte nimmt euch frei für ihn. Lasst ihm mal ein paar Nächte durchschlafen, manche Hunde leiden nach der Ankunft unter Schlafmangel und schrecken immer wieder mit Alpträumen aus dem Schlaf aus.

Fordert und verlangt in den ersten Tagen noch nichts von ihm… lasst ihn erst mal ankommen, in ein paar Tagen wird er euch schon von ganz alleine zeigen, was er alles kann und ihr werdet feststellen, dass euer Leben anders ist als zuvor. Vielleicht in mancher Hinsicht ein bisschen anstrengender, aber auch reicher. Und irgendwann werdet ihr euch gar nicht mehr vorstellen können, wie es war, als er noch nicht da war… die Persönlichkeit Hund. Ihr werdet ihn nicht mehr wegdenken können, werdet lächeln, wenn er euch begrüßt oder sich freut, werdet eine Beziehung aufgebaut haben, die genau so einzigartig ist wie ihr und euer Hund.

Und denkt bitte daran… den Tierschützern, von denen ihr euren Hund bekommen habt, liegt er auch am Herzen. Nehmt sie bei Fragen mit ins Boot, sie werden euch Tipps geben. Vergesst sie aber auch in den guten Momenten nicht und sendet doch gelegentlich mal ein Foto eures pelzigenFamilienmitgliedes und ein paar Zeilen. Alle gewissenhaften Tierschutzvereine arbeiten ehrenamtlich. Zu wissen, dass aus einem ehemaligen ungewollten und ungeliebten Pechvogel nun ein geliebtes Familienmitglied geworden ist, ist der einzige Lohn, den sie für ihre Arbeit bekommen.

 

 

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