Aktuelles 23. Dezember

Liebe Leser,

zum Jahresende hin ging es noch mal richtig rund bei uns. Mehrere Hunde kamen nach Hause oder reisten in ihre Pflegestellen. Unser Team Mitglied Danijela fuhr mitten in der Nacht und bei Schnee mal eben einige Hundert Km durch die Gegend, um drei SiN Hunde in Empfang zu nehmen, die künftigen Halter und auch Adoptanten, die eigentlich gar nichts mit den Hunden zu tun hatten, aber sehr gerne helfen wollten, waren im Dauerchat mit uns verknüpft und saßen Stunden lang in den Startlöchern, um bei der Transportkette zu helfen. Danke euch allen, auch an dieser Stelle, ihr seid großartig gewesen!!!

 

 

In Mitten dieser ganzen Aktion musste Karin mit ihrem Fes zur Not OP,  in die Tierklinik. Gott sei Dank ist alles gut gegangen und er musste auch nicht, noch über die Feiertage, in der Klinik bleiben. Fesi, du hast ein sooooo tolles Frauchen, bitte tue ihr solche Sachen nie wieder an, sonst ziehe ich dir beim nächsten Treffen die Puschelöhrchen persönlich lang! Wobei Karin sich dann garantiert dazwischen werfen und mich an meinen Puschellosen Ohren wegziehen würde….

 

 

Zwischenzeitlich beschäftigte uns noch diese 10 jährige Hündin, die ihre Runde als Notfellchen durch FB drehte. Aber wir hatten keine Kontaktdaten von den Leuten bei denen sie war und so dauerte es, bis ich angerufen wurde.  Ihr Halter war verstorben und seine Tochter sah sich nicht in der Lage, sich um Kira zu kümmern und wollte sie somit schnellstmöglich in liebevolle Hände entlassen. Donnerstag meldete sie sich und Freitag konnten wir das süße Pummelchen, nach einer Runde SiN Brainstorming, abholen lassen.

 

 

Kira ist jetzt in einer Familie, in der sie sich aufgeschlossen, neugierig und lieb zeigt. Mal schauen, ob das mit dem Pflegestellenversageritis Virus eintrifft. Eigentlich wollte ihre Pflegefamilie eine deutlich jüngere Hündin, aber Kira ist schon sehr süß (-;

Gestern landete dann noch Dream, aus Zypern kommend, in Frankfurt.

 

 

Er wurde freudig in Empfang genommen, als ich mit gefühlten 30 KG Weihnachtsessen Großeinkauf an der Kasse im Supermarkt stand. Aber Tierschutz macht Multitasking fähig und so ließ ich eine etwas irritierte Kassiererin zurück, die sich meinen Jubel nicht recht erklären konnte.

 

 

Dream zeigt die Energie, die man von einem jungen, nordischen Hund erwarten kann und hat Spaß am klickern. Irgendwann am späten Abend, schlief Dream nach dem anstrengenden Tag und mit dem typischen Sammylächeln im Gesicht ein.

Auch Lajma kam vor einer Woche in Deutschland an. Eine Adoptantin von uns nahm sie in Pflege und wie das Leben manchmal so spielt, sprang Lajma schon auf Grund ihrer Beschreibung direkt, mit einem riesen Satz, in das Herz von einem Familienmitglied. Den folgenden Bericht über die kurze Zeit mit der schönen Mixhündin hat ihr Pflegefrauchen verfasst. Er ist so amüsant und liebevoll geschrieben,  ich komme nicht umhin, ihn hier einzustellen. Und… er passt auch noch in die Weihnachtszeit (-;

 

 

Es war einmal…
genau vor sieben Tagen, da hat ein Tierchen an unsere Tür geklopft. Die Geschichte mit der Herberge und dem Stall kennt ihr ja. Das Temperament des Tierchens gleicht dem Ochsen und dem Esel im Statt, denn es regt sich über nichts und niemanden auf und geht alles sehr gemütlich an. In der Ruhe liegt die Kraft. Das Tierchen wurde geschickt und zwar von  drei Königinnen von SIN: Danijela Krstic, Eva Gegerle und Simone Brahmann. Leider hatte es den Wein und den Kuchen unterwegs wohl aufgegessen, es kam von weit her, war etwas übergewichtig und hatte großen Hunger. Auch ein Mäntelchen hatte es an, nicht das klassische Rote, nein, ein schwarz-weißes Pelzmäntelchen aus der aktuellen Bordercollektion.
Das Tierchen mit dem Migrationshintergrund ist weiblich und hat auch einen Namen. Es heißt Lajma, es lernt schnell denn es kann sich gut konzentrieren und nun weiß es schon wie es heißt. Lajma halt! Als zweites hat Lajma das Wort NEIN kennengelernt damit klar war, wem die Küche und das Sofa gehört. Das Wort KOMM befolgt sie gemäß ihrem Temperament. Das Wort SITZ (wir haben an dieser Stelle auf die hessische Variante: hock di hi) verzichtet da Lajma in der Lotterie des Lebens folgenden Gewinn gezogen hat:
– einen Platz an der Sonne, – ein Häuschen mit Garten, – ein Dauerabo bei einer Personaltrainerin (Gassi gehen, Wandern, Schmusen, am Rad laufen…). Nur einen Haken hat die Sache; das Glückslos führt sie nach NRW, Aachen, an den dörflichen Stadtrand direkt ins Grüne.
Morgen Mittag wird die reisen und mein Herz wird immer schwerer. Das Herz meiner beiden Hunde auch denn aus anfänglicher Akzeptanz ist in den letzten zwei Tagen echte Zuneigung geworden. Auf dem Tepprich vor mir liegt ein OREO Keks, nur anders herum: Außen ein weißer Samojede, innen der schwarze Rücken von Lajma und außen die fast weiße Nicki.
Jetzt kommt das HappyEnd: die Trainingstante in Aachen ist meine Schwägerin Ulla, ein Hundemensch wie ihr und ich. Lajma wird eine Familie haben, ein tolles Hundeleben genießen und sie muss nie wieder reisen.
In diesem Sinne; danke für diese kurze aber wunderschöne Zeit eine Pflegestelle sein zu können.
Allen eine schöne Weihnacht und alles Gute für das kommende Jahr.

In diesem Sinne, genieße dein schönes, neues Leben liebe Lajma.

 

Unsere Luna wurde Hals über Kopf von einem anderen unserer Adoptanten in Pflege genommen. (Wir haben das große Glück mit so vielen, wundervollen Adoptanten gesegnet zu sein, wir wissen das sehr zu schätzen ihr Lieben!) Ihre ursprüngliche Interessentin hatte uns gebeten ihr einen anderen Platz zu suchen, da sich das zusammen führen von Hund und Katze als schwieriger als gedacht entpuppte. By the way, holt euch gerne nicht nur vor Ankunft der Hunde Tipps von uns, sondern beherzigt sie auch, dann stehen die Chancen am besten, dass das klappt! Unsere 6 jährige Hündin befindet sich jetzt in einem Rudel mit 2 Rüden und einer Hündin in 36341 Lauterbach, wo man sie besuchen und kennen lernen darf.

 

Dann hat uns das Wohlergehen von Brundo natürlich durchgehend beschäftigt. Er wird jetzt übrigens Kibo genannt. Wie es dazu kam, erkläre ich nachher.

 

 

So sah er ja aus, als wir ihn ihn Sicherheit bringen lassen konnten.

 

 

In der Pflegestelle haben sie alles versucht, um sein Fell zu retten.

 

 

Optisch sah man auch direkt einen großen Unterschied, aber die Unterwolle war so verfilzt, das der nicht bei zu kommen war. Außerdem hatte die Haut schon gelitten. Ungeziefer hatte sein Unwesen getrieben und zahlreiche, kleine Verletzungen mussten behandelt werden.

 

 

Hier sieht man ganz gut, was für Filzberge der arme Kerl mit sich rum schleppen musste.

 

 

Jetzt ist Kibo zwar als Nackidei unterwegs, aber in dem Fall war es die einzig richtige Entscheidung!

 

 

Wenn er raus geht, bekommt er einen Mantel an. Inzwischen wurde gesichert Anaplasmose diagnostiziert, die Behandlung sofort begonnen. Er bekommt außerdem auch Spezialfutter. Was uns sehr freut ist, das er inzwischen rum läuft. Mit den langen Krallen, die er vorher hatte, muss es zu schmerzhaft gewesen sein. Außerdem war er sehr geschwächt und durch die ganze Hilfe die ihm widerfährt und Zuwendung (habt ihr es auf dem einen Fotos gesehen, er hat auch schon das Sofa erobert), verbessert sich sein Allgemeinzustand. Natürlich ist er noch weit davon entfernt  gesund und fit zu sein, aber, wir sind jetzt voller Hoffnung und mit uns eine wunderbare Familie, die sich gut vorstellen kann, ihn zu adoptieren. Von ihnen kam auch die Idee mit dem Namen Kibo, denn er bedeutet genau das:  „Hoffnung“. Entsprechend lautet mein Wunsch an den Weihnachtsmann, lasse Kibo bald möglichst nach Hause kommen dürfen!

 

 

In diesem Sinne und mit herzlichen Grüßen,

Simone

 

Copyright © 2021 Samojede-In-Not e.V.