Aktuelles 29. September

Ein liebes Hallo zusammen,

Jace hat eine Pflegestelle gefunden (-:

 

 

Nachdem er Interessenten verloren hat, da diese sich dann doch lieber für einen Zuchtwelpen entschieden haben, freut uns das ganz besonders. Die Tierschützer im Ausland freuen sich zwar mit für ihn, sind aber auch traurig ihn ziehen zu lassen, da er ein wirklich feiner Kerl sein muss. Zum Trost habe ich versprochen ihnen Fotos und kleine Berichte über sein Wohlergehen zu senden. Du wirst hier mit offenen Armen erwartet Jace, habe eine gute Reise nächstes Wochenende.

Apropos, was steckt eigentlich hinter dem Wort Pflegestelle? Generell ist es eine ehrenamtliche Aufgabe, für die es genauso wenig eine, wie auch immer geartete finanzielle Entlohnung gibt, wie für die Arbeit des SiN Teams. Im Gegenteil, genauso wie wir immer wieder irgendwelche Kosten übernehmen, trägt auch die Pflegestelle in Form von der Bezahlung von Futter, wer mag auch gerne Spielzeug oder was auch immer, finanziell dazu bei, den Verein zu entlasten und dem oder den Tierschutzhunden, auch auf diese Art zu helfen. Außergewöhnliche Kosten, wie sie z. B. durch Tierärzte und nötige Behandlungen der Tiere entstehen, übernimmt selbstverständlich der Verein. So steht es auch in den Listen und Pflegeverträgen. Wir haben auch Pflegestellen, die selbst hierfür aufkommen möchten, wovon wir immer sehr gerührt sind, aber wir erwarten dies in keinster Weise. Das kann auch nicht jeder stemmen und die Kosten die hierfür anfallen, sind auch unterschiedlich hoch. Weiterhin erfordert es natürlich den Wunsch zu helfen, sich ehrenamtlich für eine gute Sache einzusetzen, also selbstlos Zeit, Geduld und liebevolle Fürsorge zu spenden und die Akzeptanz, dass der zuständige Verein letztendlich die Verantwortung trägt. Wichtige Dinge nicht verstehen wollen oder falsch wiedergeben, den eigenen Kopf unbedingt durchsetzen wollen, kosten uns sehr viel Zeit und Nerven, weshalb wir uns unsererseits auch erlauben, die Pflegestellenangebote im Vorfeld gut zu überprüfen, (vor unangenehmen Überraschungen ist man leider trotzdem nicht 100 & gefeit, dies geschieht aber zum Glück nur ganz, ganz selten) denn nicht nur den Hunden soll es gut gehen, auch die Vereinsarbeit darf nicht unter unnötig  kraftraubenden Aktionen leiden, damit wir konzentriert für alle Notfellchen da sein können. Die Belohnung für alle die, die sich letztendlich liebevoll um die Nothunde kümmern, besteht darin, sich an der positiver Entwicklung der Hunde zu freuen, das Gefühl etwas Gutes getan und geholfen zu haben, die Welt für die betreffenden Tiere zu einem besseren Ort zu machen. Diesbezüglich ergeht es den Pflegestellen also genauso, wie dem SiN Team. Weiterhin unterliegen sie, genau wie wir, gewissen Paragraphen und Vorschriften. Hier ein Beispiel. In der Regel freuen wir uns für jeden Hund, der von seiner, auch auf Lebzeit gut passenden Pflegestelle, adoptiert wird, aber… wenn bereits vor der Übernahme in Pflege feststeht, dass der Hund bereits vermittelt ist, d. h. ein rechtsgültiger Vertrag bereits zustande gekommen ist, dann muss akzeptiert werden, dass wir das Recht nicht beugen und dieses einfach brechen können. Hier helfen keine unangemessenen Aktionen, es gibt nur eine einzige Möglichkeit, den Hund letztendlich von der Pflegestelle adoptieren lassen zu können, nämlich der freiwillige Verzicht der Menschen, denen der betreffende Hund rein rechtlich bereits gehört. Da diese ihn ja gut überlegt mit uns ausgewählt haben und die Vorfreude auf ihn bereits groß ist, ist das ziemlich viel verlangt. So können wir nur an die Adoptanten in spe appellieren, im Sinne des Hundes zu entscheiden, wenn der sich bereits in seiner Pflegestelle gut eingelebt hat und fragen ob es möglich ist, sein Herz auch einem anderen Hund zu schenken. Gott sei Dank haben wir dieses Problem äußerst selten, dass bereits adoptierte Hunde aus einem bestimmten Grund nicht direkt zu ihrer Familie können und nochmal Gott sei Dank, auch großartige, verständnisvolle Adoptanten in spe. In der Regel suchen die Pflegehunde aber noch ihr zu Hause auf Lebzeit. Leider können wir nicht vorher sagen, wie lange es dauern wird, dies zu finden. So ist es wichtig, sich auch auf eine eventuell längere, gute Versorgung einzustellen. Um die richtigen Adoptanten zu finden, sind wir auf möglichst viele Informationen, Fotos und gerne auch kurze Videos angewiesen, um ein möglichst genaues Bild der Hunde vermitteln zu können. Durch unsere vielen „Pflegestellenversager“ (-; benötigen wir natürlich immer wieder neue Plätze, auch wenn wir ein paar haben, die ganz bewusst immer wieder „nur“ Pflegehunde aufnehmen. In eine davon soll heute unsere Susi ziehen. Allerdings sollte sie das letzte Woche auch schon, hier sind große Geduld und Flexibilität erforderlich, da die Tierschützerin die sie uns gemeldet hat und auch für ihre Einreise sorgt, von etwas unvorhersehbaren Geschehnissen abhängig ist. Speziell in diesem Fall sind wir unendlich dankbar, auf eine erfahren Pflegestelle vertrauen zu dürfen, die mit der Tierschutzarbeit schon so vertraut ist, dass sie so schnell nichts aus der Fassung bringt und überhaupt mit ihrer ganzen Art, eine wirklich enorm große Hilfe ist. Danke dir Marion! Herzlichen Dank natürlich allen, die  sich auf das Abenteuer Notfellchen einlassen!

 

 

Chester, links im Bild, mit seiner Freundin Sunny. Auch er wurde zunächst „nur“ in Pflege genommen, aber wir geben zu, dass Chester ein „Bauchgefühlhund“ war. Was das nun wieder ist? Ganz einfach, jemand signalisiert das es nicht ausgeschlossen ist, zum Pflegestellenversager zu werden. Wir gucken uns in Ruhe die Hunde an und plötzlich sagt ein Ansprechpartner, „mein Bauchgefühl sagt mir, dass genau dieser Hund passt!“ Unsere Erfolgsquote mit dieser Nummer ist ziemlich hoch, so lagen wir auch bei Chester richtig (-;

 

 

Und hier noch ein kurzes Video von Semi. Wie man hört und sieht, kommt er wieder zu Kräften!

Habt noch ein schönes Restwochenende,

liebe Grüße,

Simone

 

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