Aktuelles 5. Januar

Ein liebes Hallo zusammen,

ein neues Jahr bietet sich immer dafür an, sich über einiges Gedanken zu machen.

Als ich vor 12 Jahren im Tierschutz aktiv wurde, bzw gefragt ob ich Ansprechpartner bei SiN werden möchte, dachte ich noch man hätte es mit Hunden zu tun, die dringend Hilfe benötigen. Dem ist auch so, aber… es gehören immer auch Menschen dazu. Entsprechend großes Feingefühl ist gefragt. Nicht nur im Umgang mit den Tierschützern im Ausland, die so viel Elend vor Ort erleben, mit offensichtlich furchtbaren Haltern, die man überzeugen muss den Hund abzugeben, mit den Menschen die ihren Hund wegen Überforderung abgeben, dies aber mit blutendem Herzen tun oder liebevollen Haltern, die ihren Hund über die Brücke zum Regenbogen gehen lassen mussten. Speziell der Umgang mit Interessenten kann deutlich schwerer sein, als man sich das vorstellt, vor allem dann, wenn gar kein oder der erwählte Hund nicht in das Leben des Interessenten passt. Gott sei Dank verstehen viele Menschen unsere Erklärungen und gestehen sich selbst ein, dass das keine beiderseitig glückliche Verbindung auf Lebzeit werden würde. Z. B. die Mutter, die sagt sie braucht für ihren 5 jährigen Sohn noch ein Weihnachtsgeschenk, ob wir denn so einen putzigen Welpen rechtzeitig liefern könnten. Nur „NEIN!“ zu schreiben wäre nicht effektiv, denn sie wird bei irgendeinem Händler sicher fündig. So muss man sich die Zeit nehmen ihr genau zu erklären, was da die nächsten 12 bis 15 Jahre an Verantwortung auf sie zu kommt, damit sie von sich aus von der Idee Abstand nimmt. Leider kann die unrealistische, innige Wunschvorstellung manchmal Menschen aber auch blind für vernünftige Argumente machen. Dann wird es richtig schwierig. Etwa wenn zwei Hunde zusammen geführt werden sollen, sollte dann nicht sicher gestellt sein, dass nicht einer dem anderen schweren Schaden zufügen kann? Zunächst geht man ganz naiv davon aus, dass das doch klar sein müsste. Leider können innige Wünsche aber auch die Vernunft hinten anstellen. Auch, dass ohne Vorkontrolle kein Hund von A nach B gehen wird, wird nicht immer akzeptiert, dass man wirklich Zeit haben muss für einen Hund und es gerade für die, die schon so viel durchgemacht haben, obwohl sie noch fast Welpen sind keine gute Lösung sein kann, fast so viele Tage unter der Woche in einer Hundepension zu verbringen, wie zu Hause, dass so ein Tier erst mal richtig ankommen muss.

Man argumentiert, erklärt und erntet Unverständnis, vielleicht sogar Wut, im schlimmsten Fall wird gemobbt, nicht nur gegen den Verein, sondern sogar gegen liebe Menschen die gar nichts damit zu tun haben oder dafür können. Auch damit müssen wir umgehen können, neben allem anderen, was im Tierschutz so auf uns zu kommt. Ebenso können einen unerwartete Übersprungshandlungen von Seiten treffen, bei denen man gar nicht damit gerechnet hat, die vielleicht durch Übermüdung, Stress, weil sie falsche Informationen bekommen haben oder warum auch immer, leider gerade nicht verstehen können, das man nach Jahren der Tierschutzarbeit einen deutlichen Erfahrungsvorsprung hat und das Wohl des Tieres auf lange Sicht, im Zweifel über den Traumvorstellungen mancher Menschen steht. Das schmerzt besonders, da wir uns ja als große SiN Familie verstehen. Manchmal hilft ja auch noch ein paarmal drüber schlafen, um die Emotionen bei Seite zu packen, sich die Sachlage doch noch objektiv ansehen und letztendlich die Entscheidungen nachvollziehen und respektieren zu können. Tja, auch das sind Träume die Tierschützer so haben.

Jetzt noch zu ein paar schönen Bildern.

 

 

Agila, früher Princess, hat sich so wundervoll gemacht. Es ist eine Freude sie anzusehen!

 

 

Wer erinnert sich noch an Rush, der zunächst als schwierig galt? Er ist so glücklich zu Hause. Hier wird er gerade von einem kleinen Mädchen bespaßt, was er liebt. wer hätte das damals gedacht?

 

 

Und noch liebe Grüße von unserer zauberhaften, kleinen Familie. Drei der Welpen haben bereits ganz wundervolle Adoptanten gefunden, der Vierte im Bunde ist gerade dabei. Auch die Mama bekommt ein gutes zu Hause, wo man sich schon sehr auf sie freut. Ihre künftigen Halter haben sich bereits im Vorfeld über alle Eventualitäten die genau richtigen Gedanken gemacht, sind sogar extra erst umgezogen, um ihrem künftigen Familienmitglied ein ideales zu Hause bieten zu können und sie freuen sich jetzt schon total darauf, Mitglieder des Münchner Sammyrudels zu werden. Wir uns auch auf euch (-:

 

 

Sky, unser Jungspund reiht sich in die Vermittlungsrekorde ein. Am 1. Jan. wurde er von einem Team Mitglied am späten Abend abgeholt und dankenswerter Weise hatten sich bereits Adoptanten angeboten ihn in Pflege zu nehmen, bevor ich auch nur nach einem Hörer greifen konnte. Heute hat er das für ihn ideale zu Hause gefunden, mit viel Zeit und Sammyerfahrung.

Jetzt habt alle noch einen schönen Abend,

liebe Grüße, Simone

 

 

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