Pflegestelle

Voraussetzungen / Ablauf:

Die absolute Grundvoraussetzung für eine Tätigkeit als Pflegestelle ist, dass Sie für Ihren Pflegehund / Ihre Pflegehunde genügend Zeit haben. Meistens kann man im Vorfeld nicht 100%ig sagen, wie Ihr Tier sein wird – es kann z.B. sein, dass es ängstlich oder unsicher ist – dann braucht es eine ruhige, geduldige Person, die ihm Aufmerksamkeit schenkt und auf seine individuellen Bedürfnisse eingehen kann.

Sie sollten in der Lage sein damit fertig zu werden, wenn Ihr Pflegehund, der vielleicht gerade aus einer Tötungsstation oder einem Auffanglager kommt, nicht stubenrein ist und evtl. auch den Aufenthalt in einer Familie noch nicht gewohnt ist – es kann durchaus sein, dass er Lebensmittel stiehlt, Möbel anknabbert, nicht alleine bleiben kann etc.

Mit Geduld, Konsequenz und positiver Bestärkung können Sie ihm Vieles beibringen und ihn in der Regel schnell eingliedern – ideal ist es von daher, wenn Sie über Hundeerfahrung und einen Garten verfügen.

In unseren Pflegestellen akzeptieren wir nur Wohnungshaltung – unsere Tiere haben zumeist viele verunsichernde Situationen durchlebt, so dass sie jetzt den Menschenbezug / die Nähe zum „Rudel“ verstärkt brauchen. Eine Außen- oder Zwingerhaltung für Pflegehunde ist ausgeschlossen.

Wir klären mit Ihnen im Vorfeld ab, was für ein Pflegetier für Sie in Frage käme – hier spielen Faktoren wie Kinder und Kleinkinder, weitere Tiere, Wohnsituation etc. eine wichtige Rolle.

Wenn wir uns dann gemeinsam festgelegt haben, welches Tier für sie geeignet wäre und umgekehrt (z.B. sozialverträgliche Hündin, kastrierter Rüde, älteres Tier etc.) wird eine Vorkontrolle bei Ihnen durchgeführt. Das hört sich schlimmer an, als es ist – es geht lediglich darum, dass wir Sie und Sie uns besser kennen lernen können und man eventuelle Fragen im Vorfeld ausreichend abklären kann.

Sobald wir ein Tier in der Vermittlung haben, das zu Ihnen passt, setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung. Idealerweise können Sie „Ihr“ Tier dann selbst abholen – entweder an einem nahe gelegenen Flughafen (bitte unbedingt angeben!) oder an einem vorher festzulegenden möglichst nahen Treffpunkt des Transports.

Wir schließen einen sog. „Pflegevertrag“ ab, der beinhaltet, dass das Tier weiterhin in unserer Vermittlung bleibt (wobei Sie sich natürlich auch gerne selbst um ein gutes Plätzchen für das Tier bemühen dürfen, nur übernehmen wir auch in diesem Fall die Vorkontrolle und später eine Nachkontrolle). Mit dem endgültigen Besitzer wird dann ein Vermittlungsvertrag abgeschlossen.

Zu den Kosten: Futter- und Haltungskosten übernehmen unsere Pflegestellen selbst. Reguläre Tierarztkosten (wie Impfungen etc.) werden in der Regel von unseren Pflegestellen übernommen, können aber auch – allerdings nur nach vorheriger Absprache mit Samojede-in-Not – gegen Vorlage der Rechnungen erstattet werden. Anfallende teurere Kosten wie z.B. Operationen, Kastrationen, Zahnsanierungen müssen im Vorfeld mit uns abgesprochen werden, in der Regel benötigen wir vor Freigabe einen schriftlichen Kostenvoranschlag des behandelnden Tierarztes.

Was muss ich tun, um Pflegestelle zu werden ? Füllen Sie ganz einfach unseren Fragebogen aus. Ein/e Ansprechpartner/in wird sich nach Erhalt mit Ihnen in Verbindung setzen.

Fragebogen Pflegestelle

Bitte nehmen Sie sich ausreichend Zeit und füllen das nachfolgende Formular sorgfältig aus.

Beachten Sie, dass je mehr Angaben Sie machen, um so leichter wird die Bearbeitung für uns.

Um das Formular zu bedienen, ist es am einfachsten, mit der Tab-Taste zu navigieren. So kommen Sie problemlos in jedes nächste Feld und können direkt losschreiben.

Ich möchte einen Samojeden/Sammymix
in Pflege nehmen …

km

Gerade wenn Ihr Hund aus einem Tierheim / einer Tötungsstation im Ausland kommt, kann man oft NICHT mit Bestimmtheit sagen, wie problemlos er sich in die neue Familie eingliedern wird, ob er stubenrein ist, schon Grundbefehle erlernt hat oder vielleicht in der Vergangenheit misshandelt wurde etc.

Manche Hunde bringen Ängste oder Unsicherheiten mit, die sich auf sehr unterschiedliche Art zeigen können (z.B. Schreckhaftigkeit, Vorsicht, nicht alleine bleiben können, Dominanz).

Hier muss man mit viel Liebe und Geduld arbeiten.

Schildern Sie kurz, wie Sie darüber denken.

Gerade bei Hunden aus dem Ausland / einer Tötungsstation kann nicht gewährleistet werden, dass der Hund vor Reiseantritt gewaschen und gebürstet werden kann. Es kommt durch das lange und pflegebedürftigen Fell durchaus vor, dass ein Hund verfilzt und stinkend bei Ihnen ankommt.

Auch der Gesundheitsstatus kann nicht immer akkurat angegeben werden. Bedingt durch schlechte Haltung, Mangelernährung usw. muss gerade am Anfang mit Problemen gerechnet werden.

Transporte können verspätet eintreffen, Flüge gestrichen werden.

Konnten Sie schon eigene Erfahrungen mit Samojeden sammeln oder haben Sie sich mit der Rasse Samojede / Nordische Hunde bereits auf andere Weise vertraut gemacht (Bekannte, Internet, Literatur etc.)?

Hier empfehlen wir den Besuch der Internetseite:
http://www.samojede-in-not.de/infos-links

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